Home Montag, 6. Februar 2012 
Home
Über ADHS
Suche
Bezeichnungen
Was ist ADHS?
Ursachen
Behandlung
Ritalin
Psychopharmaka
Homöopathie und ADHS
Was ist Homöopathie
Vorteile
Behandlung von ADHS
Tipps zum Umgang
Büchertipps
Amazon Empfehlungen
Allgemeines
Links
Kontakt
Praxis
Forum
Vitalstoff-Shop
Enzyklopädie
Impressum
Enzyklopädie
Borreliose

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragbare Krankheit, die relativ häufig auftritt. Die auch von Zecken übertragbare FSME(Frühsommermeningoenzephalitis) ist hingegen recht selten.

Symptome: Erythema migrans: Um den den Zeckenstich bildet sich ein kreisförmiger roter Hautausschlag, manchmal begleitet von grippalen Symptomen. Dieses Erythem ist aber nicht zwingend. Viele Personen bemerken oft auch gar nichts!
In späteren Stadien kann es zu Meningitis/Enzephalitis und zu einer Entzündung der Knie oder Sprunggelenke kommen. Manchmal sieht man auch die sogenannte Pergamenthaut.(Acrodermatitis chronica atrophicans). Diese Symptome können Monate bis Jahre nach einem Zeckenbiss auftreten und werden deshalb oft damit nicht mehr in Verbindung gebracht.

Therapie: Die Schulmedizin behandelt mit Antibiotikum. Eine spätere Erkrankung mit Arthitis oder Meningitis ist dadurch aber nicht auszuschliessen. Eine naturheilkundliche(klassisch homöopathische) Behandlung ist unbedingt anzuraten.

Bronchialkarzinom

Das Bronchialkarzinom gehört bei Männern zur Krebsart mit den häufigsten Todesfällen. Der Tumor geht von der Schleimhaut der Bronchien aus, im Gegensatz zum Lungenkarzinom, das seinen Anfang in den Alveolarzellen nimmt. Das Lungenkarzinom ist jedoch sehr selten.

Ursache Nr. 1 ist das Rauchen. Raucher haben ein 2000% erhöhtes Risiko, an Bronchialkrebs zu erkranken als Nichtraucher. Andere Ursachen sind kanzerogene Stoffe(Asbest, Arsen, Teer...) und radioaktive Strahlung. Auch chronische Bronchitiden prädisponieren zu dieser Krankheit.

Normalerweise reagiert die Schleimhaut der Lunge mit einer erhöhten Schleimproduktion, wenn sie über längerer Zeit Zigarettenrauch aussetzt ist. Der Körper versucht so, den Terr des Rauches aus der Lunge zu befördern. Es kann jedoch auch zu einer überschiessenden Zellteilung mit nachfolgender Entartung kommen.

Symptome:

  • Reizhusten, vor allem nachts
  • blutiges Sputum
  • Heiserkeit durch Lähmung des Kehlkopfnerves(N. recurrens)
  • Gewichtsverlust
  • Leistungsverminderung
  • Lymphknotenschwellung
  • paraneoplastisches Syndrom durch Freisetzung von Hormonen
     
Anfangs sind die Symptome des Bronchialkarzinoms sehr unspezifisch, weshalb die Diagnose oft sehr spät erfolgt. Die oben genannten Symptome treten erst sehr spät auf.

Komplikationen: Je nach Gröss und Lage des Tumors können ganz unterschiedliche Komplikationen auftreten. Häufig sind: Lungenentzündung, Pleuraerguss, Atelektasen, Lähmung von benachbarten Nerven, Schluckbeschwerden durch Kompression des Ösophagus.
Bronchiektasen
Bronchiektasen sind sackförmige Ausweitungen der Bronchien mit bronchialer Obstruktion. Es tritt entweder angeboren z.B. bei zystischer Fibrose oder erworben durch chronische Infekte, Bronchitiden, Bronchusstenosen der Luftwege auf.

Symptome: Typisch ist die sogenannte "maulvolle Expektoration". Besonders morgens oder bei Lagewechsel im bett kommt es zu reichlichem Auswurf. Hinzu kommt ein produktiver Husten, wobei das Sputum oft Eiter und Blut enthält. Es riecht zudem noch süsslich-fade.
Bronchiolitis

Bronchiolitis ist eine virusinduzierte (80% der Fälle durch RS-Viren, desweiteren Parainfluenza-, Rhino-, Adenoviren oder Mykoplasmen) obstruierende Entzündung der Bronchiolen, die fast ausschliesslich Säuglinge betrifft.

Symptome:
Im Rahmen eines Luftwegsinfektes mit Fieber und Husten treten nach 1 - 2 Tagen Tachypnoe und exspiratorische Dyspnoe auf. Das Allgemeinbefinden der kleinen Patienten ist schwer beeinträchtigt.

 

Diagnose:
Die Diagnose wird klinisch gestellt. Auskultatorisch findet man ein sehr leises Atemgeräusch mit meist fehlenden Nebengeräuschen. Im Röntgenbild: ausgeprägte Überblähung beider Lungen mit verstärkter Bronchialiszeichnung im parahilären Bereich.
Oftmals zusätzlich auch Hypoxie und Hyperkapnie.

Therapie:
In der Regel bilden sich die Symptome nach 3 - 4 Tagen rasch wieder zurück. In einzelnen Fällen kann eine Intensivtherapie notwendig werden.Die Gesamtprognose ist gut, falls keine anderen Begleiterkrankungen vorliegen. Etwa 40 - 60% der Kinder mit einer RS-Viren induzierten Bronchiolitis leiden später an rezidivierenden, obstruktiven Bronchitiden oder an einem Asthma bronchiale.

Bronchitis, akute

Die akute Bronchitis wird meist durch Viren oder Mycoplasmen ausgelöst. bei Kindern koomt es oft zusammen mit masern oder Keuchhusten vor. Selten ist eine Bronchitis duch Pilze oder Reizstoffe.

Symptome:

  • Hustenreiz mit Schmerzen hinter dem brustbein
  • Zäher, spärlicher Auswurf. Erst bei einer bakteriellen Infektion kommt es zu reichlichem, gelben Auswurf.
  • Fieber , Kopfschmerzen und gewöhnliche Erkältungssymptome
     
Als Komplikation kann immer eine Brochopneumonie oder bakterielle Infektionen auftreten. Dies kompliziert den Verlauf etwas.
Bronchitis, chronische

Von einer chronischen Bronchitis spricht man dann, wenn es zu einem lang andauernden Husten und Auswurf über mind. 3 Monate pro Jahr in zwei aufeinander folgenden Jahren kommt.

Ursachen sind meist Rauchen oder Luftverschmutzung. Durch Zigarettenrauch wird die Reinigungsfunktion der Zilien der Bronchialschleimhaut herabgesetzt und es kommt zu einer Hyperplasie der Schleimdrüsen mit Bildung eines zähen Schleimes. Dieser Schleim kann nur erschwert abtransportiert werden und es kommt zu einer Atrophie der Bronchialschleimhaut.

Symptome:

  • es kommt zu morgendlichem Abhusten von Schleim
  • mit zunehmender Dauer entwickelt sich eine Belastungsdyspnoe und Leistungsabfall
  • Im letzten Stadium kann es zu einer Insuffizienz und einem Cor pulmonale kommen.
    Hier sieht man zusätzlich: Lippenzyanose, Trommelschlegelfinger und Uhrglasnägel
     
Als Komplikation können eine eitrige Bronchitis, Lungenabszess, sekundäre Bronchieektasen auftreten.

Differentialdiagnose: Lungenkarzinom, Asthma bronchiale, Lungenemphysem, Bronchieektasen, Tuberkulose, Mukoviszidose
Brucellose

 Es handelt sich um eine Antropozoonose, bei der der Mensch das Endglied der Infektionskette ist. Die Erreger werden von Haustieren wie Rinder, Schafen, Ziegen, Schweine oder Hunde über Schleimhäute oder Mikroverletzungen der Haut oder Milchprodukte auf den Menschen übertragen. Betroffen sind meist Personen, die beruflich mit Tieren zu tun haben, wie Metzger, Landwirte, Schäfer, Tierärzte. Bei der Erkrankung bilden sich Granulome in verschieden Organen, wie Lymphknoten, Milz ,Leber und Knochen.

Man unterscheidet 4 Arten der Brucellosen:

1. Brucella melitensis, auch Maltafieber wird meist über Milchprodukte von Schafen und ziegen übertragen
2. Brucella abortus, auch Morbus Bang, wird über Rinder und Milchprodukte übertragen
3. Brucella suis, Schweinebrucellose, über direkten Kontakt mit Schweinen
4. Brucella canis, Hundebrucellose, über direkten Kontakt mit Hunden

Symptome:

Prodromalstadium mit Unwohlsein, Abgeschlagenheit, u.U. leichtem Fieber(bei B. melitensis feht dieses Stadium)
Im Generalisationsstadium: Fieber, Schweissausbrüche, Bradykardie, Schwellung von Leber und Milz, Lymphknotenschwellung, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen
Die Erkrankung verläuft häufig chronisch, da sich die Erreger im RES festsetzen. Es kann dann immer wieder , auch nach Jahren zu Rezidiven kommen.

Brustkrebs (Mammakarzinom)

Das Mammakarzinom ist heute die häufigste Geschwulstkrankheit bei Frauen. Etwa 6% aller Frauen sind davon betroffen, meist nach dem 45. Lebensjahr.

Symptome:

  • schmerzloser Knoten in der Brust, der mit der Umgebung verwachsen ist (unverschieblich)
  • Einziehung der Brustwarze
  • Ödem
  • Absonderung aus der Brustwarze
     
Die genannten Symptome sind erst im fortgeschrittenen Stadium sichtbar. Im Laufe der zeit kommt es dann zu Metastasierung. Zunächst sind die regionären Lymphknoten betroffen, im späteren Stadium Wirbelsäule, Beckenknochen, Leber, Lunge und Eierstöcke.

In vielen Ländern wird als Vorsorgeuntersuchung die Mammographie durchgeführt. Diesbezüglich gibt es jedoch eine Menge Kontroversen:

Eine kürzlich durchgeführte Studie der Dänen Dr. Peter Gotzsche und Ole Olsen, die im britischen Medizinjournal "the Lanclet" veröffentlich wurde, untersuchte man anderen Studien über Mammographie und musste feststellen, dass die Mammographie nicht zu einer höheren Lebenserwartung führt oder die Mastektomie(Entfernung der Brust) verhindert. Das einzige Land , das landesweite Vorsorgeuntersuchungen mit Mammographie ablehnt, ist die Schweiz. In allen anderen Ländern hält man jedoch weiter daran fest.
Calcitonin

 Calcitonin wird in der Schilddrüse gebildet und bewirkt eine Hemmung der Osteoklasten. Osteoklasten sind Zellen, die Knochenzellen abbauen. Calcitonin führt also zu einer Vermehrung der Knochendichte.

Candiasis

Candida albicans kommt in geringer Anzahl auch bei gesunden Personen auf der Haut und im Darm vor. Erst bei einer Abwehrschwäche kann es zu einer Vermehrung des Pilzes kommen

Symptome:

Man findet heute sehr häufig Candida Infektionen des Darmes. Die Patienten klagen dann über Stuhlunregelmässigkeiten, Blähungen und Verdauungsprobleme
Der Candida Pilz kann aber auch auf der Mundschleimhaut auftreten. Hier kommt es dann zu weisslichen Belägen. In diesem Fall handelt es sich um eine massive Abwehrschwäche und kommt oft im ersten Stadium von AIDS vor. Gefahr ist immer die Einschwemmung der Candidapilze in das Blut und eine damit verbundene Sepsis.


Wichtig ist die Abklärung der Grundursache, da es bei einem gesunden Abwehrsystem nicht zu einer Candidosis kommen kann.

Als Therapie werden in den Schulmedizin Antimycotica eingesetzt.


Darmpilz Candida albicans - Ursache vieler Leiden

... durch einen zu sorglosen Umgang mit Antibiotika und den
Verzicht auf einen nach der Antibiotika-Einnahme eigentlich
obligatorischen Darmaufbau mit darm-freundlichen Bakterien hat
sich die Situation deutlich verändert.

Auch der immer noch steigende Konsum von einfachen Kohlen-
hydraten, Zucker und auch Alkohol in Kombination mit einem
insgesamt einseitigen Ernährungsverhalten trägt seinen Teil zur
Verbreitung des Pilzes bei. So wundert es nicht, dass der Pilz
mittlerweile bei 50 - 75% der Bevölkerung nachgewiesen wird.

Darmpilze können in einem immungeschwächten Körper häufig
jahrzehntelang wuchern und das Leben für die Betroffenen durch
eine Vielzahl von Leiden in ein wahres Martyrium verwandeln.
Hierzu gehören Symptome wie Blähbauch, Kurzatmigkeit und
Herzbeschwerden, Heißhungerattacken, erhöhte Leber- und
Cholesterin-Werte, Pilzbefall im Genitalbereich, Gelenk- und
Muskelschmerzen und Erkältungen, verursacht durch eine niedrige
Immunschwelle.

Was kann man tun? Liegt der Verdacht einer Infektion mit
Candida albicans vor, so sollte unbedingt folgende
naturheilkundliche Maßnahme durchgeführt werden:

Die Darmflora, die aus den verschiedensten Bakterienstämmen
besteht, ist der natürliche Feind der Pilze. Ist die Darmflora
intakt, vermag der Pilz es nicht, sich zu vermehren. Als
besonders herausragend gilt das Präparat MultiDophilus des
amerikanischen Herstellers Solaray, in dem nicht weniger als 12
freundliche Bakterienstämme auf die Besiedelung des Darms
warten. Die Kapsel ist magensaft-resistent beschichtet.

Zweitens müssen die Pilze raus. Caprylsäure greift den Candida
albicans konkret an. Unter normalen Umständen bilden die
Darmbakterien genügend Caprylsäure, um ein Ausbreiten der
Infektion zu verhindern. Sind allerdings die Gleichgewichte
gestört, sollte man Caprylsäure (eine kurzkettige, gesättigte
Fettsäure) über mehrere Wochen gleichzeitig mit der
Darmaufbaukur (Multidophilus) einnehmen.

Cholera

Bei der Cholera handelt es sich um eine Durchfallerkrankung, die vorzugsweise bei unterernährten, vorererkrankten Menschen auftritt. In Europa besteht aufgrund guter hygienischer Verhältnisse keine Cholera-Gefahr.

Erreger ist das Vibrio cholerae, welches ein Enterotoxin bildet. Die Übertragung erfolgt über kontaminiertes Trinkwasser, Meeresfrüchte und Lebensmittel.

Symptome:

  • oft nur leichter Verlauf in Form eines Durchfalls, sonst:
  • Reiswasserstühle(bis zu 30 am Tag), Erbrechen,
  • Exsikkose durch starken Flüssigkeitsverlust
  • Untertemperatur, kann bis auf 20°C absinken
     
Therapie: Unbedingt Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr.
Chromosomenanomalie

 Mit Chromosomenanomalie bezeichnet man entweder einen Genverlust oder in einen Genüberschuß. Beides führt zu körperlichen oder psychischen Auswirkungen. Das Fehlen eines Chromosoms in einem Chromosomenpaar führt in der Regel zur Lebensuntüchtigkeit.

Beim Turner-Syndrom findet man statt 46 Chromosomen nur 45 vor. Anstelle der üblicherweise zwei vorhandenen  Geschlechtschromosomen, XX oder XY, haben die Betreffenden nur ein X-Chromosom in allen oder einem Teil ihrer Zellen. Das Turner-Syndrom tritt nur bei weiblichen Neugeborenen auf, mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 1: 2500. Schon bei der Geburt kann anhand der Veränderungen des äußeren Erscheinungsbildes auf ein Turner Syndrom geschlossen werden. Die Diagnose wird aber erst durch eine Chromosomenanalyse gesichert.

Eine weitere Chromosomenanomalie ist die Trisomie, bei der die Chromosomen dreifach vorkommen. Je nach Genort gibt es hier unterschiedliche Krankheitsbilder.

Am häufigsten unter den Chromosomenanomalien sind das Klinefelter-Syndrom (47 Chromosomen, das Geschlechtschromosom enthält ein X-Chromosom zuviel (XXY)) und das Down-Syndrom (47 Chromosomen, Chromosom 21 ist überzählig). Diese beiden Anomalien treten am häufigsten bei Kindern auf, deren Mütter nach dem 40. Lebensjahr schwanger wurden.

Chronisch lymphatische Leukämie

 Die CLL gehört in die Gruppe der Non Hodgkin Lymphome mit einem niedrigen Malignitätsgrad. Es handelt sich wohl um die gutartigste Erkrankung aller Leukosen. In fast allen Fällen sind die B-Lymphozyten betroffen, die sich stark vermehren, aber jedoch nicht funktionstüchtig sind. Betroffen sind meist Menschen in höherem Lebensalter

Symptome: Die Krankheit wird oft nur zufällig diagnostiziert, da zunächst keine starken Symptome auftreten. Man findet Nachtschweiss, gegebenenfalls Leistungsminderung.. Später kommt es zu Lymphknotenschwellungen (diese sind im Gegesatz zur akuten Leukämie und CML eigentlich immer vorhanden).
Typisch sind Erscheinungen der Haut bei der CLL. Es kommt zu Hautjucken, Ekzemen, manchmal Herpes Zoster und Mykosen. Auch Hautblutungen und knotige Hautinfiltrate findet man häufig.

Durch den hohen Anteil an immuninkompetenten B-Lymphozyten und gleichzeitige Granulozytopenie kommt es nicht selten zu Infekten.

Therapie: In vielen Fällen, bei besonders alten Patienten wird nicht therapiert, ansonsten Chemotherapie und Bestrahlung. Naturheilkundliche und homöopathische Behandlung sind in Betracht zu ziehen.

Chronische Niereninsuffizienz

Niereninsuffizienz, chronische:

 Bei der chronischen Niereninsuffizienz handelt es sich um eine irreversible Abnahme des Glomerulofiltrates. D.h. die Niere ist nicht mehr in der Lage, Harn zu konzentrieren und auszuscheiden.

Ursachen:
- chronische Glomerulonephritis
- diabetische Nephropathie
- interstitielle Nephritis
- chron. Pyelonephritis
- Analgetikamissbrauch
- Nierenschäden durch Bluthochdruck

Durch das Versagen der Nierenfunktion kommt es zu Störungen im Wasser,-Elektrolyt und Säurebasenhaushalt, da der Körper harnpflichtige Substanzen nicht mehr ausscheiden  kann. Später kommt es zu einer inkretorischen Funktionsstörung und zu toxischen Organschäden durch die retinierten Substanzen.

Symptome:

  • Schwäche
  • Juckreiz
  • urämischer Fötor(Geruch nach Urin)
  • Café au lait Farbe der Haut
  • Konzentrationsschwäche, Somnolenz bis Koma
  • Lungenödem
  • Hypertonie mit Linksherzbeteiligung
  • Perikarditis
  • Urämische Gastroenteritis
  • Renale Anämie
  • Thrombozytopenie
Colitis ulcerosa

Es handelt sich um eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die den Dickdarm betrifft. Die Ursache ist unbekannt, man diskutiert entweder Autoimmunkrankheiten und eine Störung der Immunregulation. Die Colitis wird ferner zu den psychosomatischen Krankheiten gerechnet, Krankheiten also, bei denen sich seelische Belastungen auf den Körper übertragen..

Die Krankheit beginnt mesitens im Rektum und breitet sich dann nach oben hin aus. Hierbei kommt es zu Ulzerationen der oberflächlichen Schleimhautschichten.

Symptome:

  • Es kommt zu blutig-schleimigen Durchfällen
  • Krampfartige Abdominalschmerzen
  • subfebrile Temperaturen

Die Krankheit verläuft, wie der Morbus Crohn in den meisten Fällen in Schüben. Durch psychische oder körperliche Belastung kommt es zu Ausbruch der Krankheit. Viele Patienten bleiben dann jahrelang beschwerdefrei!
Es kann aber auch zu einem chronischen Verlauf ohne Remissionen kommen.

Komplikationen sind: Wachstumsstörungen bei Kindern, massive Blutungen, Karzinom
Coma diabeticum

Ein durch Insulinmangel verursachtes Coma.

Ursachen:

  • fehlende oder unzureichende Insulinzufuhr bei Diabetes
  • erhöhter Insulinbedarf
     

Bei Diabetes Typ I kommt es zum sogenannten ketoazidotischen Koma, beim Typ II zum Hyperosmolaren Koma.

Pathogenese des diabetischen Komas:

1.Insulinmangel>Hyperglycämie>Hyperosmolarität>Intrazellulare Dehydration> Bewusstseinsstörung
2.Insulinmangel>Hyperglycämie>Hyperosmolarität>Elektolythverlust>extrazelluläre Dehydration>
Hypovolämie>Schock>Nierenversagen
3.Insulinmangel>Lipolyse>Ketose(Erbrechen und Azetongeruch)>metabolischeAzidose>kussmaulscheAtmung>extrazelluläreDehydration>Hypovolämie>Schock>Nierenversagen

Symptome im Präkoma:

  • Somnolenz>Sopor>Koma
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Durst, Polydipsie
  • Polyurie
  • Schwäche
  • Tachypnoe
  • Exsikkose
  • Pseudoperitonitis(beim ketoazidotischen Koma)
  • Azidotische Atmung(beim ketoazidotischen Koma)
     

Häufig ist ein diabetisches Koma von hypoglykämischen Schock schwierig zu unterscheiden:

 

  Coma diabeticum Hypoglycämischer Schock
Entwicklung       Langsam über Tage schnell in wenigen Minuten
Muskulatur Hypoton, keine Krämpfe Hyperton, Tremor, Krampfneigung
Durst stark nein
Haut trocken feucht, schwitzig
Atmung tiefe Atmung und Azetongeruch normal
Augenbulbi weich normal
Sonstige Fieber, Bauchschmerz neurologische Symptome im Vorstadium
Conn-Syndrom

Das Conn-Syndrom ist ein Hyperaldostonerismus, d.h. es wird zu viel Aldosteron in der Nebennierenrinde produziert. Aldosteron bewirkt in der Niere eine Natrium-Rückresorption und nachfolgend eine Wasserretention im Körper.

Ursache ist in 80% der Fälle ein Adenom der Nebennierenrinde, das vermehrt Aldosteron produziert. 20% der Fälle sind durch eine Hyperplasie der Zellen in der Zona glomerulosa bedingt.

Symptome:

  • Bluthochdruck
  • Muskelschwäche
  • Obstipation
  • Polyurie
  • Polydipsie
  • verstärkte Kaliumexkretion
  • Metabolische Alkalose
  • Hypernatriämie
  • Hypokaliämie
  • Aldosteron erhöht
Cor pulmonale

 Das Cor pulmonale ist eine Erkrankung des rechten Herzens(Ventrikels) durch eine krankhafte Veränderung und damit Zirkulationsstörung in der Lunge. Dadurch erhöht sich der Widerstand in der Lunge und der rechte Ventrikel muss mehr Arbeit leisten, um das Pumpvolumen aufrecht zu erhalten.

Da der rechte Ventrikel viel schwächer als der linke Ventrikel ist und sich auch nicht in dem Masse vergrössern kann, kann sich die Stauung später zunehmend auch weiter ausbreiten und zum Beispiel eine Leberstauung verursachen.

COX-2
COX-2 ist die Abkürzung für ein Enzym im Körper mit dem Namen Cyclooxygenase 2. Die 2 hinter dem Wort läßt vermuten, daß es auch ein COX-1 Enzym gibt. Und das ist auch richtig. Daß es auch ein COX-2 Enzym gibt , entdeckte man erst 1991.

COX-1 und COX-2 haben jedoch zwei völlig unterschiedliche Aufgaben. Während das COX-1 Enzym für das Gleichgewicht, auch Homöostase genannt, im Magen und in den Nieren verantwortlich ist, spielt das COX-2 Enzym bei Entzündungsvorgängen eine wesentliche Rolle.

Antientzündliche Medikamente, wie z.B. Aspirin , sind in der Lage, diese Enzyme im Körper zu hemmen und damit ihre Wirkung abzuschwächen. Das Problem hierbei ist jedoch, daß neben dem COX-2 Enzym, welches ja gehemmt werden soll, auch das COX-1 Enzym blockiert wird. Und dies hat weitreichende Folgen. Das COX-1 Enzym, welches für ein normales Funktionieren der Nieren und für den Schutz des Magens notwendig ist, kann seine Aufgabe nicht mehr optimal erfüllen und bei längerem Gebrauch dieser Medikamente, riskiert man schwere Nebenwirkungen .

Mittlerweile gibt es auch synthetisch hergestellte COX-2 Hemmer. Doch diese COX-2 Hemmer sind so neu, daß deren Langzeitgebrauch noch nicht ausreichend untersucht wurde. Mittlerweile wurde ein Cox-2 Hemmer, das Medikament Vioxx wegen starker Nebenwirkungen vom Markt genommen.
Cushing-Syndrom (Morbus Cushing)

Beim Morbus Cushing handelt es sich um eine Erhähung des Kortisolwertes, der sowohl exogen als auch endogen verursacht werden kann. Exogene Ursachen sind Langzeitbehandlungen mit Glucokorticoiden oder ACTH . Endogen kann der M. Cushing durch Ademome im Hypophysenvorderlappen, die ACTH produzieren und damit die Nebennierenrinde zur Kortisolauschüttung anregen, verursacht werden. Aber auch Bonchialtumore können ACTH ausschütten und so die NNR anregen oder es gibt Tumore, die direkt Kortisol sezernieren.

70% der Fälle sind endogen begründet, wobei vor allem Frauen betroffen sind.

Symptome:

  • Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Stiernacken, abgemagerte Extremitäten
  • Osteoporose mit Knochenschmerzen
  • Muskelschwund mit Müdigkeit und Adynamie
  • Neiguung zu einer diabetischen Stoffwechsellage
  • Bluthochdruck
  • Akne, Furunkel, Ulzera
  • schlechte Wundheilung
  • rote Streifen am Abdomen (Striae rubrae)
  • Menstruationsstörungen, Vermännlichung bei Frauen
  • Kinder: Wachstumsstillstand
     
Therapie: Die Behandlung des endogenen Cushingsyndrom erfolgt meist durch Operation der Adenome des Hypophysenvorderlappens. Bei Tumoren der Nebennierenrinde erfolgt ebenfalls OP.
Cytomegalie

Die Cytomegalie ist eine Virusinfektion, die sehr häufig anzutreffen ist. In Deutschland sind mehr als 50% der Bevölkerung antikörperpositiv, d.h. sie haben irgendwann einmal eine Infektion durchgemacht.

Problematisch ist vor allem eine Infektion während der Schwangerschaft. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung liegt jedoch bei 1: 2000(wenn die Mutter noch keinen Kontakt mit dem Cytomegalievirus hatte)

Auch bei Immunschwäche, bei Malignen Erkrankungen oder immunsuppressiver Therapie kann es zu einer Infektion kommen.

Symptome:

  • Neugeborene: Frühgeburten, Schwellung von Leber mit Hepatitis, Milzschwellung, hämolytische Anämien, Schwerhörigkeit, Wachstumsverzögerung geistige Behinderung
  • Erwachsene: meist symptomlos, manchmal mit Lymphknotenschwellung
    bei abwehrgeschwächten Personen kommt es jedoch zu Fieber, starken Lymphknotenschwellung, Milzschwellung, Retinitis und einer Lungenentzündung; zusätzlich Ulzerationen im Magen und Speiseröhre
     
Therapie: bei nicht immungeschwächten Personen ist keine Therapie notwendig, die Cythomegalie heilt von alleine wieder aus. Zur Beschleunigung des Heilungsverlaufes sollte eine klassisch homöopathische Behandlung durchgeführt werden
Darmparasiten

Darmparasiten sind zwar in Mitteleuropa nicht sehr häufig, werden aber durch die zunehmende Reisefreudigkeit zunehmend nach Mitteleuropa eingeschleppt. Man kennt heute eine ganze Reihe unterschiedlicher Parasiten und Würmer.

Die Infektion erfolgt meist über infizierte Lebensmittel, Wasser oder Schmierinfektion.

   

Erkrankung/Erreger Übertragung Symptome
Ascariasis/Spulwürmer Nahrungsmittel, Selbstinfektion grippeähnliche Symptome, allergische Hautreaktionen, Ileus möglich
Trichuriasis Nahrungsmittel Abdominelle Beschwerden
Oxyuriasis Schmierinfektion Juckreiz im Anusbereich
Rinderbandwurm rohes Rindfleisch oft symptomlos
Fischbandwurm roher Fisch Vitamin B12 Mangelanämie
Schweinebandwurm rohes Schweinefleisch Zystenabsiedelung in Muskeln, Gehirn und Augen
Echinokokkose/
Hundebandwurm
direkt oder indirekt über Hunde Druck und Schmerz im rechten Oberbauch mit Ikterus bei Leberbefall; bei Lungenbefall Husten
Fischbandwurm direkt oder indirekt über Füchse, Waldbeeren, Pilze; auch Datzen Druck und Schmerz im rechten Oberbauch mit Ikterus bei Leberbefall; bei Lungenbefall Husten
Trichinellose rohes Schweine und Bärenfleisch Muskelschmerzen, Fiber, Ödeme um die Augen; Myocarditis und Meningoenzephalitis als Komplikationen
Dehydration

 Man unterscheidet grundsätzlich 3 verschiedene Arten: Isotone, Hypertone und Hypotone Dehydration, je nachdem ob der Salz oder der Flüssigkeitsverlust überwiegt.

Isotone Dehydration

Hier kommt es zu einem Verlust von Natrium und Wasser im isotonischen Verhältnis.
Ursachen hierfür können sein:
- bei Nierenversagen
- Erbrechen, Durchfall
- Verbrennungen
- Pankreatitis, Peritonitis(hier kommt es zu Flüssigkeitsverlusten in den Bauchraum)

Symptome: Durst, Herzklopfen, Oligurie und Kollapsneigung

Hypotone Dehydration

Hier überwiegt der Salzverlust den Wasserverlust. Dabei kommt es zu einem Fehlen von Natrium im Extrazellulärraum.

Ursachen hierfür können wie bei der hypotonen D. sein:
- bei Nierenversagen
- Erbrechen, Durchfall
- Verbrennungen
- Pankreatitis, Peritonitis(hier kommt es zu Flüssigkeitsverlusten in den Bauchraum)

Symptome: ausgeprägte Kollapsneigung, Benommenheit, Delirium, Zerebrale Krämpfe

Hypertone Dehydration

Hier überwiegt der Verlust von Wasser.

Ursachen können sein:
- Mangelnde Wasserzufuhr
- Wasserverlust über Haut, Lungen, Nieren

Symptome: starker Durst, Haut und Schleimhäute trocken, Fieber, Benommenheit, Oligurie.
Im Gegensatz zu den anderen Formen bleibt bei der hypertonen Dehydration der Kreislauf relativ lange stabil

Diabetes insipidus

Beim Diabetes insipidus handelt es sich um eine Störung der Nieren. Die Nieren sind nicht mehr in der lage , den Harn zu konzentrieren und es kommt zu einer sehr starken Polyurie.

Ursachen: Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes insipidus: den zentralen und den renalen. Beim zentralen kommt es zu einem ADH (Anti-Diuretisches Hormon)-Mangel in der Hypophyse, der meist durch Tumore oder Trauem ausgelöst wird.Bei renalen Diabetes insipidus sprechen die Nieren nicht mehr auf das ADH an, was nach langjährigen Nierenerkrankungen mit Tubulusschäden hervorgerufen werden kann.

Symptome:

  • Polyurie(bis 25 Liter täglich)
  • Durch die Polyurie ausgelöster starker Durst(Polydipsie)
  • Astenurie(Harn ist wenig konzentriert)
  • Kleinkinder haben im Gegensatz zu Erwachsenen keine Polyurie, sondern Durchfall.


Therapie: Kausale Behandlung
Diabetes mellitus

Diabetes ist eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, die zu einem erhöhten Glukosewert führt. Die Zahl der Diabeteskranken nimmt bei uns immer mehr zu. In Deutschland ist die Zahl heute schon bei 4% der Bevölkerung.

Da die Ursachen des Diabetes vielfältig sind , unterscheidet man auch verschiedene Typen:

Primärer Diabetes:
Typ I: Insulinabhängiger, auch juveniler Diabetes
Typ II: Nicht-Insulinabhängiger, auch Erwachsenen Diabetes
MODY: Diabetes Typ II aber schon im Kindesalter manifest
Schwangerschaftsdiabetes

Sekundärer Diabetes:
Pankreaserkrankungen
Endokrine Erkrankungen mit Vermehrung der Gegenspieler des Insulins (M. Cushing, Akromegalie, Phäochromozythom)
durch Medikamente
Malnutritionsbedingter Diabetes( in Ländern der 3. Welt)
Pathologische Glukosetoleranz

Bei Typ I Diabetes kommt es zu einer Zerstörung der Langerhanschen Inseln im Pankreas durch eigene Autoimmunreaktion. Die Zerstörung der Zellen ist meist vollständig, was eine Insulinsubstitution notwendig macht. Viruserkrankungen oder auch Impfungen können hier der auslösende Faktor sein.

Im Gegensatz hierzu der Typ II Diabetes: Es handelt sich um eine herabgesetzte Insulinresistenz der Zellen. Dadurch wird vermehrt Insulin ausgeschüttet, das das Hungergefühl erhöht, zu Adipositas führt und die Entwicklung der Arteriosklerose fördert. Der hohe Insulinspiegel führt zu einer Verringerung der Insulinrezeptoren, das in Folge den Insulinspiegel noch weiter steigern lässt. Typ II Diabetes tritt häufig verbunden mit dem metabolischen Syndrom auf: Übergewicht, Hyperlipoproteinämien, Hyperurikämie und essentieller Hypertonie.

Während sich ein Diabetes Typ I relativ schnell entwickelt , kann ein Typ II über vile Jahre hinweg unbemerkt verlaufen und wird häufig nur per Zufall diagnostiziert.

Symptome:

  • Müdigkeit, Leistungsminderung
  • Hypoglykämie:Heisshunger, Schwitzen, Kopfschmerzen, Zittern,
  • Hyperglycämie: Polyurie(durch den verstärkten harnfluss versucht der Körper, überschüssigen Zucker auszuscheiden), Durst, Gewichtsabnahme, Polydipsie
  • durch Störungen im Wasser und Elektrolythaushaltes: Wadenkrämpfe, Sehstörungen
  • Hautjucken
  • Furunkel und Candida albicans
  • Potenzstörungen

 

Komplikationen:

Makroangiopathie mit frühzeitiger Arteriossklerose:
-Koronare herzkrankheit
-Periphere arterielle Verschlusskrankheit
-Arterielle Verschlusskrankheit der Hirnarterien und Ischämischer Hirninfarkt
Mikroangiopathie
-Glomerulosklerose
-Retinopathie
-Neuropathien und neuropathischer diabetischer Fuss
Diabetische Glomerulosklerose
Diabetische Neuropathie
Diabetischer Fuss
Resistenzminderung
Hohe Triglyceridwerte
Fettleber
Coma diabeticum
Hypoglycämischer Schock

Diagnose:
- Blutzuckerbestimmung; Normalwert nüchtern 70-100mg/dl
- Glucose im Urin
- Oraler Glukosetoleranztest

Therapie:
Die Behandlung des Diabetes setzt sich aus einer Diät, körperlicher Aktivität und je nach Art des Diabetes medikamentöse Behandlung zusammen. Typ II Diabetiker können bei guter Behandlung auf Medikamente verzichten. Typ I benötigt tägliche Insulingaben.

Divertikulose

Bei der Divertikulose handelt es sich Schleimhautausstülpungen in der Darmwand. Die Divertikel nehmen mit zunehmenden Alter zu. Menschen über 70 Jahre haben zu 2/3 Divertikel. Die Divertikel können sich entzünden, man spricht dann von einer Divertikulitis.

Ursachen sind meist in einer jahrelangbestehenden Obstipation zu suchen, die beim Pressen zu einem hohen Darminnendruck führt, was dann zu den Divertikeln führt. Ein im Alter zunehmend schwaches Bindegewebe verstärkt dies noch.

Symptome: Eine Divertikulose ist zu 90% symptomlos, erst eine Entzündung macht Beschwerden:

  • Schmerzen im linken Unterbauch
  • Obstipation und Blähungen
  • manchmal ist eine druckschmerzhafte Verhärtung tastbar
  • eventuell subfebrile Temperaturen
     
Gefahr besteht immer durch eine Perforation mit darauffolgender Peritonitis(Entzündung des Bauchfells). Ferner kann es zu einer Stenose (starke Verengung) des Darmes kommen. Auch Blutungen oder Fisteln kommen vor(aber selten) Bei Perforation oder Stenose muss unbedingt operiert werden.
Down-Syndrom

Beim Down-Syndrom (siehe auch Chromosomenanomalie) oder auch Trisomie 21 kommt es dann, wenn das 21. Chromosom in dreifacher Ausprägung vorhanden ist. Es eine der häufigsten Chromosomenstörungen und nimmt mit zunehmendem Schwangerschaftsalter zu. Neben dem charakteristischen äußeren Erscheinungsbild kommt es zu einer Verlangsamung der motorischen Entwicklung. Die Kinder haben meist eine mehr oder minder stark ausgeprägte Intelligenzminderung. Das Down-Syndrom führt daneben auch zu körperlichen Erscheinungen wie Herzfehler, Fehlbildungen im Magen-Darm-Trakt, und Seh- und Hörstörungen. Ferner ist das Immunsystem meist nur schwach ausgeprägt und die Betroffenen sind anfällig gegen akute Erkrankungen.

Das Down-Syndrom kann während einer Schwangerschaft mit Hilfe der Amniozentese diagnostiziert werden.

Dreimonatskoliken

Bei den sog. Dreimonatskoliken handelt es sich um Schreiphasen eines kleinen Säuglings in den ersten drei Lebensmonaten. Im Intervall ist das Kind völlig unbeeinträchtigt.

Ursachen: vermutlich eine erschwerte Darmpassage, v.a. von Luft. Pathologische Veränderungen sind nicht nachweisbar, lediglich ein luftgefülltes Abdomen kann festgestellt werden.

Therapie: Gabe von blähungswidrigen Tees oder homöopathische Therapie.
Durchfall

Von Durchfall spricht man, wenn der Patient folgende 3 Symptome hat:

Mehr als 3 Darmentleerungen am Tag
Das Stuhlvolumen ist erhöht
der Stuhl ist ungeformt und breiartig


Die Ursachen können sehr vielfältig sein, es kann sich um eine Infektion mit

  • Bakterien(Salmonellen, Shigellen)
  • Viren
  • Parasiten(Amöben)

handeln.

Man sollte aber auch Medikamente, hier vor allem Antibiotika in Betracht ziehen.

Bei längerandauerndem Durchfall kann es sich auch um eine chronische Darmerkrankung(Morbus Crohn, Reizdarm, Colitis ulcerosa) handeln. Auch eine allergische Genese kann die Ursache sein. Häufig ist hier eine Allergie auf Gluten, dem Klebereiweiss von Getreide, anzutreffen.

Dauert der Durchfall länger als 3 Tage , sollten Sie unbedingt einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen. Wichtig ist, dass Sie den Flüssigkeitsverlust ausgleichen, da es sonst zu einer Dehydration kommen kann.

Eid des Hippokrates

Hippokrates (460-ca. 370 v. Chr.):

Ich schwöre bei Apollon dem Arzt und bei Asklepios, Hygieia und Panakeia sowie unter Anrufung aller Götter und Göttinnen als Zeugen, daß ich nach Kräften und gemäß meinem Urteil diesen Eid und diesen Vertrag erfüllen werde:

Denjenigen, der mich diese Kunst gelehrt hat, werde ich meinen Eltern gleichstellen und das Leben mit ihm teilen; falls es nötig ist, werde ich ihn mitversorgen. Seine männlichen Nachkommen werde ich wie meine Brüder achten und sie ohne Honorar und ohne Vertrag diese Kunst lehren, wenn sie sie erlernen wollen. Mit Unterricht, Vorlesungen und allen übrigen Aspekten der Ausbildung werde ich meine eigenen Söhne, die Söhne meines Lehrers und diejenigen Schüler versorgen, die nach ärztlichem Brauch den Vertrag unterschrieben und den Eid abgelegt haben, aber sonst niemanden.

Die diätetischen Maßnahmen werde ich nach Kräften und gemäß meinem Urteil zum Nutzen der Kranken einsetzen, Schädigung und Unrecht aber ausschließen.

Ich werde niemandem, nicht einmal auf ausdrückliches Verlangen, ein tödliches Medikament geben, und ich werde auch keinen entsprechenden Rat erteilen; ebenso werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel aushändigen.

Lauter und gewissenhaft werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

Auf keinen Fall werde ich Blasensteinkranke operieren, sondern ich werde hier den Handwerkschirurgen Platz machen, die darin erfahren sind.

In wieviele Häuser ich auch kommen werde, zum Nutzen der Kranken will ich eintreten und mich von jedem vorsätzlichen Unrecht und jeder anderen Sittenlosigkeit fernhalten, auch von sexuellen Handlungen mit Frauen und Männern, sowohl Freien als auch Sklaven.

Über alles, was ich während oder außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen sehe oder höre und das man nicht nach draußen tragen darf, werde ich schweigen und es geheimhalten.

Wenn ich diesen meinen Eid erfülle und ihn nicht antaste, so möge ich mein Leben und meine Kunst genießen, gerühmt bei allen Menschen für alle Zeiten; wenn ich ihn aber übertrete und meineidig werde, dann soll das Gegenteil davon geschehen.

Eisen

Eisen ist Bestandteil verschiedenster Enzyme, welche benötigt werden um Energie in den körpereigenen Zellen zu produzieren.

Beeinflusste Körperfunktionen: Hämoglobin-Produktion, Streß- und Krankheitswiderstand, Wachstum bei Kindern, Sauerstoffversorgung, Energiestoff-wechsel, Zellschutz

Mögliche Mangelerscheinungen (Symptome): Atmungsschwierigkeiten, brüchige Fingernägel, Eisenmangelanämie (blasse, rauhe Haut, Müdigkeit), Verstop-fung, entzündete 9der wunde Zunge, lnfektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Wetterfühligkeit, Reizbarkeit, Nervosität

Senkung der Eisen-Konzentrationen im Körper durch: Tee, Kaffee (übermäßig), Zink oder Kupfer (übermäßig einge-nommen), Mangan, Eisenablagerung in der Leber bei Alkoholismus, Infektionen, Phytinsäure, zu wenig Magensäure, Oxalsäure (Spinat, Rhabarber), Dickungsmittel

Erhöhung der Eisen-Konzentrationen im Körper durch: Eisenkonzentration in der Wasserversorgung, übermäßige Zufuhr von Eisen mit der Nahrung, Umwelteinflüsse, Wein (rot), orale Verhütungsmittel

Eisenreiche Nahrungsmittel: Backwaren, Eier, Weizenkeime, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Fisch, Organfleisch, Geflügel;Leber, Niere, Herz, Rinderleber Aufnahmefördernde Nahrungsbestandteile: Vitamin B12, Folsäure, Calcium, Kobalt, Kupfer, Phosphor, Vitamin C, Fruchtzucker, Citronensäure

Ergänzende Zufuhr zu erwägen bei: Alkoholismus, Eisenmangelanämie, Dickdarmkatarrh, menstruellen Problemen, gestörter Nahrungsverwertung, Blutverlust, Schwangerschaft, Jugendlichen, Leistungssportlern.

Eisenmangelanämie

Die Krankheit betrifft in Europa ca. 10% aller Frauen im gebärfähigem Alter. Es handelt sich um die am häufigsten vorkommende Anämieform.

Die Ursachen der Eisenmangelanämie können folgende sein:

  • Mangelhafte Zufuhr von Eisen
  • Mangelhafte Resorption
  • Gesteigerter Bedarf (Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit)
  • Eisenverluste durch chronische Blutungen(Blutungen im Verdauungstrakt(sehr häufig!), Menstruationsblutungen)
     

Ein Eisenmangel zeigt sich auf vielen Ebenen. Bei den betroffenen Menschen kommt es zu Mundwinkeleinrissen, und Atrophie der Schleimhäute im Mund, Rachen und Speiseröhre. Dies zeigt sich in Zungenbrennen und Schlucken ist schmerzhaft. Bei Kindern kann es zudem noch zu einem atopischen Ekzem oder vermehrt zu Streptokokkeninfektionen kommen.
Auffällig ist eine blasse Haut und Schleimhaut und die Patienten kommen schnell ausser Atem bei Belastung (Eisen ist ein Sauerstoffträger im Blut)

Wichtig ist immer eine Abklärung der Ursache, da eine Eisenmangelanämie immer auch ein Hinweis auf ein Tumorgeschehen sein kann.

Therapie ist normalerweise die Gabe von Eisenpräparaten bei einem "normalen" Eisenmangel. Dabei wird nur zweiwertiges Eisen vom Darm resorbiert! Dreiwertiges Eisen wird praktisch nicht resorbiert und wieder ausgeschieden.

Eiweissverlustsyndrom

Es handelt sich hier um einen krankhaften Verlust von Eiweiss über den Verdauungskanal. Der Verlust ist hier pathologisch gesteigert und die Leber kann den Verlust durch Mehrproduktion nicht mehr ausgleichen


Ursachen können sein:
- eine Lymphstauung im Bereich des Darmes durch Lymphangiektasie( angeborene Missbildung der Lymphgefässe) ,maligne Lymphome etc. oder erhöhten Druck im Lymphsystem(z.B. konstriktive Perikarditis)
- Schleimhauterkrankungen mit verstärkter Eiweissauuscheidung

Symptome:

  • Durchfall, Steatorrhoe
  • Gewichtsverlust
  • Ödeme durch Eiweissmangel(Hypoproteinämisches Ödem)
  • Pleuraerguss, Aszites, Lymphozytopenie

     

Therapie ist Behandlung des Grundleidens
Ekzem

Beim Ekzem handelt es sich um eine juckende, oft schubweise auftretende Erkrankung der Oberhaut. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Formen . Die häufisten sind:
- Allergisches Kontaktekzem
- Nicht-allergisches Kontaktekzem
- Mikrobielles Ekzem

Die Symptome sind bei allen Ekzemen sehr ähnlich: Es kommt zu Juckreiz, Rötung, Nässen und Krustenbildung.

Allergisches Kontaktekzem:
Hierbei kommt es durch den Kontakt mit einem bestimmten Stoff zur Hautreaktion, zunächst jedoch nur an der Stelle des Kontaktes. Bei erneuten Kontakt kann sich dann das Ekzem an anderen Körperstellen ausbreiten. Der Körper reagiert übersensibel auf den Stoff. Im Blut lässt sich meist eine Eosinophilie nachweisen.

Nicht-allergisches Kontaktekzem:
Durch den wiederholten Kontakt mit schädigenden Stoffen kann sich an den Kontaktstellen ein Ekzem entwickeln. Bekannt ist das Handekzem bei Friseuren, dass sich durch ständigen Kontakt mit Haarwaschmittel entwickeln kann, oder bei Personen, die sich ständig die Hände mit Desinfektionsmittel desinfizieren müssen. Die Substanzen greifen die Haut an, zerstören den Säuremantel und machen dadurch die Haut empfindlich für äussere Reize. Nach Absetzen des auslösenden Stoffes lässt das Ekzem meist wieder nach.

Mikrobielles Ekzem:
Man sieht hier scharf begrenzte Herde, die sich gerne auf Hand oder Fussrücken bilden. Ursache ist vermutlich eine allergische Reaktion gegen Mikroorganismen, z.B. Staphylokokken.

Embolie

Eine Embolie ist in den meisten Fällen eine Verschleppung eines Thrombus (=Embolus) innerhalb der Blutbahn, der zu einer Verlegung dieser führt.

Löst sich ein Thrombus im venösen System kommt es zur einer Embolie im kleinen Kreislauf, d.h. in der Lunge. Ein Embolus aus den arteriellem System führt zu einer arteriellen Embolie und kann je nach Lokalisation folgende Bereiche betreffen:
- Hirn
- Extremitäten
- Nieren
- Milz
- Mesenterium

Die grösste Emboliegefahr besteht durch frische venöse Thrombosen, da diese sich leicht ablösen können. Auslösende Faktoren können sein: morgendliches Aufstehen, plötzliche Belastung und Anstrengung

Therapie: Sofortige Krankenhauseinweisung zur sofortigen Beseitigung des Embolus

Endokarditis

Die infektiöse Endokarditis ist eine Entzündung des Herzens im Bereich des Endocards bzw. der Herzklappen. Meist sind schon vorgeschädigte Herzklappen betroffen. Diese Herzklappen sind nicht mehr sehr glatt und mit Fibrin bedeckt. Dies ist die optimale Voraussetzung für die Ablagerung von Bakterien, da sie hier einen Unterschlupf finden können.

Die Erreger sind sind Streptokokken, Staphylokokken oder Enterokokken und Pilze.

Symptome: Fieber mit Allgemeinsymptomen, wie Schwäche, Appetitverlust, Schweissneigung, Tachykardien(Herzrasen). An der Haut kommt es zu Einblutungen (Petechien) und den sogenannten Osler Knötchen. Hierbei handelt es um linsengrosse Knötchen, die an Fingern und Zehen lokalisiert sind.
Die Milz ist vergrössert (Splenomegalie) und es kommt fast immer zu einer Nierenbeteiligung (glomeruläre Herdnephritis)

Es kann zu einer akuten Sepsis kommen, (besonders bei Staphylokokken), weshalb eine sofortige Therapie unbedingt notwendig ist.

Endometriose

Bei der Endometriose handelt es sich um ein Wachstum der Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter. Organe, die betroffen sein können, sind z.B. Eierstöcke, Eileiter, Gebärmuttermuskulatur, Harnblase oder Darm. Das Wachstum dieser versprengten Gebärmutterzellen ist zyklusabhängig, d.h. die Schleimhaut baut sich während des Zyklusses auf und ab.

Symptome:

  • 1-2 Tage vor der Menstruation starke, krampfartige Schmerzen
  • Nachlassen der Schmerzen bei Beginn der Periode
  • Monatsblutung oft verstärkt und verlängert
  • manchmal Schmerzen und Blutungen beim Geschlechtsverkehr
     

 In den Wechseljahren verschwinden die Beschwerden, auch in der Schwangerschaft tritt keine Endometriose auf.

Therapie:
Die Endometriose wird schulmedizinisch mit Hormonen behandelt. Dabei wird jedoch auch das natürliche Wachstum der Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmutter gehemmt und es kommt damit zu einer Unterdrückung der Periode. Viele Frauen reagieren sehr empfindlich darauf. Eine homöopathische Behandlung wirkt hier sehr gut, da sie zu einer Rückbildung der Schleimhautzellen führt.

Enophthalmus

Es handelt sich hierbei um ein Zurücksinken des Auges in die Augenhöhle.

Der Enophthalmus tritt häufig zusammen mit Ptosis(herabhängen des Augenlids) und Miosis(Engstellung der Pupillen) als Horner-Trias bei Schädigung des Sympathikusnerven auf.

Bei Traumata kann es auch zu einem Enophthalmus kommen, wenn die Augenhöhle eine Fraktur aufweist.

Entwicklung des Kindes

Monat

Entwicklung

   
ab Geburt erwidert Lächeln
ab Geburt reagiert auf akustische Reize
ab Geburt hebt Kopf in Bauchlage an
1 spontanes Lächeln
2 Lachen
2 hinhören, hinsehen
3 greift nach Gegenstand innerhalb der Reichweite
3 positiver Traktionsversuch: Kopf kann gehalten werden
4 kann sich umdrehen
5 greift nach Gegenstand außerhalb der Reichweite
6 imitiert Sprachlaute
6 Durchbruch der ersten Zähne (mittlere untere Incisivi)
7 benutzt ungezielt Mama + Papa
7 sitzt ohne Hilfe
8 Fremdeln
9 trinkt aus Tasse
9 Pinzettengriff
9 läuft an Möbeln entlang
10 macht ohne Schreien wünsche deutlich
10 kann kurze Zeit stehen
11 benutzt gezielt Mama + Papa
11 steht ohne Hifle
12 läuft allein
12 erster Werkzeuggebrauch
13 Wortschatz etwa 7 Wörter
18 sinnvolle Kombination zweier Wörter
24 Wortschatz etwa 20 Wörter
24 komplettes Milchgebiß
24 Zwei- und Drei-Wort-Sätze
6 Jahre erster Molarer des bleibenden Gebißes bricht durch
   
   
1. - 4. Woche Säuglingsperiode
5. Woche - 1. Geburstag Neugeborenenperiode
1. - 6. Jahr Kleinkindalter
ab 6. Jahr Schulalter
   

Die Entwicklung des Kindes wird bei den so genannten U-Untersuchungen beim Kinderarzt überprüft.

 

Untersuchung

Alter

   
U1 1. Lebenstag
U2 3.-10. Lebenstag
U3 1. Lebensmonat
U4 3. Lebensmonat
U5 6. Lebensmonat
U6 1. Lebensjahr
U7 2. Lebensjahr
U8 4. Lebensjahr
U9 5. Lebensjahr
J1 12-13 Jahre

Enzephalitis

Eine Encephalitis ist eine Entzündung des Gehirns.

Ursache: häufig durch Viren, häufigste Form ist die Herpes-simplex-Encephalitis.

Symptome:

  • Unspezifisches Prodromalstadium
  • Fieber
  • Meningismus
  • neurologische Herdsymptome
  • Hemiparese
  • Aphasie
  • Epileptische Anfälle
Therapie:Acyclovir i.v.
Enzyme

Enzyme sind sogenannte Biokatalysatoren, die in der Lage sind, andere Stoffe in Ihrer Form zu ändern. So spalten Enzyme die aufgenomme Nahrung in ihre Bestandteile auf . Die Bauchspeicheldrüse ist die grösste Drüse im Körper, die Enzyme für die Verdauung produziert. Bei einer Unterfunktion kommt es zu schwerwiegenden Verdauungsstörungen, die nur mit der Supplementation von Enzymen behandelt werden können.

Enzyme sind aber nicht nur bei der Verdauung beteiligt, sondern sie spielen bei jedem Stoffwechselvorgang eine wesentliche Rolle. Eine Entzündung kann zum Beispiel nicht ohne Enzyme ablaufen.

Forscher haben vor einigen Jahrzehnten festgestellt, dass Enzyme in der Lage sind, sogenannte Immunkomplexe zu zerstören. Immunkomplexe sind Verbindungen zwischen Antikörpern(Teil des Abwehrsystems) und Antigenen(z.B. Bakterien, Viren, andere als fremd betrachtete Stoffe im Körper), die im Körper des Menschen vorkommen. Bei einer Abwehrschwäche können diese Immunkomplexe zu Entzündungsprozessen im Körper führen(eine Entzündung ist letztendlich auch ein Abwehrvorgang, der aber nur in letzter Konsequenz zu Tragen kommt, wenn das andere Abwehrsystem versagt hat). Diese Entzündungsprozesse können manchmal zu Autoimmunreaktionen führen, bei denen sich der Körper selbst angreift. Bekannt ist zum Beispiel die rheumatoide Arthritis oder Lupus erythematodes.

Enzyme, die in der Lage sind, solche Immunkomplexe zu zerstören, sind z.B. das Bromelain aus der Ananas oder das Papain aus der Papaya-Frucht. Aber jede Frucht und jedes Gemüse enthalten Enzyme, die mehr oder weniger in der Lage sind, Immunkomplexe zu zerstören.

Diese Tatsache macht es besonders wichtig, in seinen Ernährungsplan viel rohe, ungekochte Nahrungsmittel einzubeziehen. Zum einen helfen die Enzyme bei der Verdauung, da sie ja gleich "mitgeliefert" werden, andererseits sind sie in der Lage über den Darm ins Blut aufgenommen zu werden und dort ihre hilfreichen Funktionen ausüben können.

Epiglottitis

Es handelt sich um eine Entzündung des Kehlkopfes durch den Erreger Haemophilus influenzae Typ B. In der Regel sind Kinder zwischen 2 und 6 Jahren betroffen


Symptome:

  • Perakuter Verlauf mit inspiratorischem Stridor, Heiserkeit, exspiratorisches Röcheln
  • kloßige Sprache, Speichelfluß,Schluckschmerzen,
  • hohes Fieber
  • Leukozytose

 

Schulmedizinische Therapie:
Antibiotika und Sedation
Meist Intubation, Tracheotomie, immer Aufnahme auf Intensivstation

Epilepsie

Die Epilepsie, auch Fallsucht genannt, kommt in verschieden Schweregraden vor. Man teilt sie in Petit mal, Grand mal und den Status epilepticus ein.

Circa 4-5% aller Kinder erleiden mindestens einen zerebralen Krampfanfall, von einer Epilepsie spricht man aber erst, wenn zerebrale Anfälle wiederholt  und weitestgehend unabhängig von äußeren Faktoren auftreten.
Zerebrale Krampfanfälle treten außer im Rahmen von Epilepsien auch als Gelegenheitskrämpfe (z.B. Fieberkrampf)
oder als nichtepileptische Anfälle auf.
Die Prävalenz der Epilepsie beträgt  in Deutschland etwa 0,5-1%

Ursachen: Eine Epilepsie kann nach Verletzungen des Gehirns, nach Hirnblutungen, bei Tumoren auftreten oder sie wird durch Vergiftungen oder Stoffwechselentgleisungen (Hypoglycämie; Urämie) ausgelöst. In vielen Fällen tritt die Epilepsie aber ohne jede erkennbare Ursache auf.

Petit mal:
Hierbei handelt es sich um eine kurze Bewusstseinstrübung , die oft nur eine Sekunde beträgt. Die Betroffenen bemerken einen Petit mal Anfall oft überhaupt nicht. Sie können nach hohem Fieber bei Kinderkrankheiten auftreten.

Grand mal:
Bei einem grossen Anfall kommt es wenige Tage oder Stunden vor dem Anfall zu einer sogenannten Aura. Dies sind zum Beispiel die Wahrnehmung von Lichtblitzen, Farben oder Töne. Zudem fühlen sich die Patienten vor einem Anfall oft sehr gut oder auch sehr schlecht.
Der Anfall selbst beginnt oft mit einem Initialschrei, der Patient ist blass, die Augen haben einen starren Ausdruck. Der Patient verliert das Bewusstsein und stürzt zu Boden , wo es zu einer Versteifung der Muskeln kommt. Es kommt zum Atemstillstand und Atonie von Blase und Darm (führt zu Harn und Stuhlverlust). Der Patient beisst sich oft auf die Zunge oder Wange und hat Schaum vor dem Mund. Hierauf folgen klonische Muskelzuckungen, die zunächst kurz und schnell aufeinander folgen und später in langsame und starke Zuckungen übergehen. Anschliessend fällt der Patient in einen tiefen Schlaf, aus dem er nach Stunden unerholt aufwacht.
Der Patient sollte man Grand mal Anfall so gelagert werden, dass er sich nicht verletzten kann. Enge Kleidung öffnen. Patient nach dem Anfall in die stabile Seitenlage bringen.

Status epilepticus
Der Status epilepticus wird oft durch Alkohol, Infekte und Medikamente ausgelöst und führt zu mehreren aufeinanderfolgenden Anfällen, zwischen denen nur kurze anfallsfreie Intervalle liegen. Ein Status epilepticus muss sofort in die Klink eingewiesen werden.

Therapie: Epilepsie wird heute mit starken Medikamenten behandelt, die die Anfälle unterdrücken. Eine Heilung wird dadurch nicht erreicht.

 

Differenzialdiagnose:

Gelegenheitskrämpfe(Epileptische Reaktionen):
Treten nur im Rahmen zerebraler und extrazerebraler Erkrankungen auf.
Ursachen:

  • Fieber
  • Meningitis, Enzephalitis
  • Schädel-Hirn Trauma
  • Hypoxische Hirnschädigungen
  • Elektrolytstörungen (Hypokalzämie)
  • Metabolische Störungen (Hypoglykämie)

Fieberkrämpfe:

  • Treten bis zum 5. LJ auf
  • Tonisch-klonische Anfälle, meist im Fieberanstieg
  • Bei jedem Krampfanfall mit Fieber ist eine Meningitis / Enzephalitis auszuschließen
  • Bei komplizierten Fieberkrämpfen (familiäre Belastung, Dauer >15min, neurologische
    Herdzeichen, mehrmaliges Krampfen, auffälliges EEG, Alter <6 Monate oder >5 Jahre) ist
    das Epilepsierisiko erhöht
Epstein-Barr-Virus Infektion (Mononukleose)

Die EBV Infektion ist in Europa sehr häufig. Bis zum 30 Lebensjahr sind 95 % der Bevölkerung mit dem Virus infiziert. Die Krankheit wird auch Mononukleose, Pfeiffersches Drüsenfieber oder "kissing disease" genannt, da sie durch Speichelkontakt übertragen wird.

Symptome:

  • Im Kindesalter oft symptomlos
  • Bei Erwachsenen kommt es zu einer fieberhaften Halsentzündung oder Rachenmandelentzündung und zu starken Lymphkontenschwellungen. Oft ist auch die Milz betroffen. Manchmal wird die EBV Infektion auch mit einer Diphtherie verwechselt, da sich weissliche Beläge im Hals bilden.
  • Im Blut sieht man eine starke Vermehrung der Leukozyten, hier insbesondere der Lymphozyten.

 Da es sich um eine Virusinfektion handelt, hat die Schulmedizin hier keine Medikamente. Zu empfehlen ist eine naturheilkundliche oder homöopathische Behandlung.

Exophthalmus

Beim Exophthalmus handelt es sich um ein Hervortreten eines oder beider Augäpfel.

Ursachen: Meist handelt es sich um eine autoimmunologische Reaktion der Augenmuskeln bei Schilddrüsenüberfunktion (Morbus Basedow). Zudem können aber auch Tumore hinter dem Auge ein Hervortreten der Augen bewirken. Manchmal spielen auch Entzündungen und Gefässschäden eine Rolle.

Komplikationen: Durch starkes Hervortreten besteht die Gefahr eines nicht vollständigen Lidschlusses mit Austrocknung der Hornhaut.

Exsikkose

Unter Exsikkose versteht man eine Austrockung des Körpers bedingt durch starken Flüssigkeitsverlust und/oder fehlender Aufnahme.

Ursachen können sein:

  • Durchfall bedingt durch Lebensmittelvergiftungen / Bakterien /Laxantienabusus
  • starkes Schwitzen
  • Nierenerkrankungen
  • ADH-Mangel
  • zu geringe Aufnahme
Extrakt

Beim Extrakt handelt es sich um einen Pflanzenauszug, bei dem verschiedene Inhaltsstoffe aus der Pflanze extrahiert werden. Lösungsmittel können hier Wasser, Alkohol, Kohlensäure, Öl oder chemische Substanzen sein.

Beim Fluidextrakt werden die Wirkstoffe mit Alkohol herausgezogen.

Fettleber

Es handelt sich bei der Fettleber um Ablagerungen von Triglyzeriden in mind. der Hälfte aller Leberzellen

Ursachen der Fettleber können sein:

  • Alkohol, Medikamente, toxische Stoffe
  • Übergewicht
  • schlechte Ernährung und Eiweissmangelernährung
  • Diabetes mellitus
  • Hyperlipoproteinämie
  • Schwangerschaft
     

 In den meisten Fällen ist die Ursache übermässiger Konsum von Alkohol. Die toxische grenze für Männer liegt bei ca. 60 g , bei Frauen nur bei 20 g Alkohol täglich(60 g Alkohol entsprechen 2 Liter Bier oder 0,75 Liter wein oder 0,2 Liter Whiskey)

Die Leber versucht den Alkohol abzubauen, dadurch wird jedoch viel Sauerstoff verbraucht, was zu einer Unterversorgung der Leberzellen führt. Damit können Fettsäuren in der Leber nicht mehr oxidiert und weiterverarbeitet werden und werden deshalb eingelagert. Ferner wirkt das beim Alkoholabbau freiwerdende Azetaldehyd lebertoxisch.

Symptome:Die Patienten sind oft und besonders am Anfang beschwerdefrei, man findet jedoch eine tastbare Lebervergrösserung, manchmal auch eine Milzvergrösserung. Später kommen hinzu: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust, Schmerzen in der Lebergegend, Ikterus und eventuell Fieber.

Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu einer Leberzirrhose mit Leberinsuffizienz kommen.

Therapie: Alkoholentzug, ferner Gabe von Folsäure und eventuell Vitamin B1

Fettstoffwechselstörung

Fettstoffwechselstörungen bzw. Hyperlipoproteinämien muss man unterscheiden in Hypertriglyzeriedämien(Erhöhung der Triglyzeride) und Hypercholesterinämien(Erhöhung des Cholesterins). Wie auch bei der Gicht finden sich Hyperlipoproteinämien oft gemeinsam mit weiteren Erkrankungen des metabolischen Syndroms(Wohlstandssyndrom): Überwicht, Diabetes II, essentielle Hypertonie und Hyperurikämie.
 

Ursachen der Hypertriglyzeridämien:

  • Alkohol
  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus

Ursachen einer Hypercholesterinämie:

  • Fehlernährung
  • Cholestase
  • nephrotisches Syndrom
  • Schilddrüsenunterfunktion

Symptome:

  • Koronare Herzkrankheit
  • Periphere arterieller Verschluss
  • Schlaganfall
  • Pankreatitis(>500mg/dl)
  • Xanthome(Fettablagerungen) an Achillessehnen und Fingerstreckseiten, Augenlidern und Zwischenfingerfalten(bei hohen Cholesterinwerten),

Risiko steigt über einem Wert von 200mg/dl stark an.

Normwerte bzw. wünschenswerte Ziele:

  • Gesamtcholesterin: < 200mg/dl
  • Triglyceride: <200mg/dl
  • HDL-Cholesterin: > 40 mg/dl
  • LDL-Cholesterin: < 150mg/dl

Therapie:

Die Fettwerte soollten auf die oben angebenen Normwerte eingestellt werden. In den meisten Fällen lässt sich dies mit einer bewussten Ernährung bewerkstelligen. Hierbei ist vor allem auf eine Fettreduktion und einen Fettaustausch zu achten. Eine Mehraufnahme von Omega 3 Fettsäuren ist unbedingt anzuraten, ferner sollten tierische Fette eingeschränkt werden. Die Zufuhr von Ballststoffen, Gemüse und Obst sekt darüberhinaus auch den Fettspiegel im Blut. Notwendig ist ferner die Normalisierung des Gewichtes, sportliche Betätigung und bei hohen Trigliceridwerden die Einschränkung von Alkohol

Fibromyalgie

Eine recht häufige Erkrankung, die meist Frauen betrifft. Es kommt zu Schmerzen an verschieden Stellen des Körpers, kombiniert mit vegetativen Symptomen und funktionellen Beschwerden

Symptome:

  • Schmerzen in verschieden Körperregionen über mind. 3 Monate
  • Schmerzhafte Druckpunkte
  • vegetative Symptome  mit kalten Fingern, trockener Mund, Hyperhidrosis oder Tremor
  • Schlafstörungen
  • allgemeine Abgeschlagenheit
  • Parästhesien
  • Migräne
  • Atem-und Herzbeschwerden
  • gastrointestinale Beschwerden
  • menstruelle Beschwerden

 

Therapie: Die Schulmedizin kennt keine wirksame Therapie. Wichtig ist ein ganzheitlichen Therapieansatz mit physikalischer Therapie, Psychotherapie und klassischer Homöopathie.

<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 Nächste > Ende >>

RD Glossary by Run Digital

: Home :: Suche :: Bezeichnungen :: Was ist ADHS? :: Ursachen :: Behandlung :: Ritalin :: Psychopharmaka :: Was ist Homöopathie :: Vorteile :: Behandlung von ADHS :: Tipps zum Umgang :: Büchertipps :: Amazon Empfehlungen :: Links :: Kontakt :: Praxis :: Forum :: Vitalstoff-Shop :: Enzyklopädie :: Impressum :
powered by mambo open source designed by peekmambo.com